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Geld

Ich bin Hausmann und bin nicht berufstätig. Wer betreut die Kinder, wenn ich in den WK muss? Soll ich sie mitnehmen?
Hausmann sein ist leider immer noch kein Dispensationsgrund. Einzig, wer kurzfristig und vorübergehend, z.B. wegen Krankheit der Partnerin die Kinder betreuen muss, hat eine Chane eine Dienstverschiebung bewilligt zu erhalten.
Eingeführt wurde kürzlich eine «Zulage für Betreuungskosten». Zulage für Betreuungskosten. Danach haben Dienstleistende, die mit einem oder mehreren Kindern unter 16 Jahren im gemeinsamen Haushalt leben, Anspruch auf mehr Geld. Dafür musst du den Nachweis erbringen, dass wegen des Dienstes zusätzlichen Kosten für die Kinderbetreuung angefallen sind, zB. für Auslagen für Mahlzeiten ausser Hause, für Reise- und Unterbringungskosten, für Familien- oder Haushalthilfen; Kinderkrippen. Die Höhe der Zulage beträgt maximal 56 Franken.

Wie viel Erwerbsersatz erhalte ich im Militär-, Zivil- oder Zivilschutzdienst?
Die Haushaltentschädigung und die Entschädigung für Alleinstehende betragen pro Diensttag:
Für Rekruten:   62.- Franken
Grundentschädigung für alle (ausser Rekruten):  80% des Erwerbseinkommens, minimal 62.- und maximal 196.- Franken
 
Zusätzlich gibt es:
Kinderzulage für das erste Kind:  Fr. 43.-
Kinderzulage für jedes weitere Kind:  Fr. 22.-
Betriebszulage bei eigenem Betrieb:  Fr. 56.-
Die Gesamtsumme der Entschädigungen darf Fr. 215.-/Tag nicht übersteigen.

Wieviel Erwerbssatzordnung erhalte ich in der Unteroffiziersschule (UO)?
Bei Antritt der UOS (nach 7. oder 8. RS-Woche) gibt es einen höheren Ansatz als in der RS 111 Franken pro Tag während Gradänderungsdiensten. Beim normalen Abverdienen gelten die üblichen Sätze. Auf der Meldung an der Ausgleichskasse über "geleistete Tage" muss der Code UOS stehen.

Darf mir der Arbeitgeber im Militärdienst kündigen?
Dauert eine Dienstleistung (übrigens auch eine Arbeitsleistung) mehr als 12 Tage, kann der Arbeitgeber 4 Wochen vor und nach diesem Dienst und während des Dienstes keine Kündigung aussprechen. Geschieht dies trotzdem ist sie völlig unwirksam. Der Arbeitnehmer macht seinen Arbeitgeber am besten darauf aufmerksam und tritt nach beendetem Militärdienst seine Arbeit wieder an. Macht der Arbeitgeber weiterhin Schwierigkeiten, wende man sich an die zuständige Gewerkschaft.

Was kostet es mich, wenn ich keinen Militärdienst mehr leiste?
Wer nicht Militär- oder Zivildienst leistet, hat hat ab dem Jahr 2004 bis zum 30. Altersjahr Wehrpflichtersatz (früher Militärpflichtersatz) zu zahlen. Dies ist eine Abgabe für im betreffenden Jahr ausstehende, (noch) nicht geleistete Militär- oder Zivildiensttage. Diese Abgabe beträgt pro Jahr 3% des steuerbaren Einkommens, mindestens aber 400 Franken. Abzüge von einem Zehntel gibt es für die ersten 50 - 99 und die jeweils 50 weiteren angefangenen Militärdiensttage, beziehungsweise 75 Zivildiensttage und für jeden im Pflichtjahr geleisteten Zivilschutztag.
Wenn du dich weigerst, den Wehrpflichtersatz zu bezahlen, wird der Sektionschef der Wohngemeinde eine Betreibung bzw. Pfändung einleiten. Im Übrigen erfolgt keine Bestrafung wegen Ersatzverweigerung durch die Gerichte mehr. Wird der Dienst nachgeholt, wird der Wehrpflichtersatz in der Regel antragslos rückerstattet, andernfalls muss innert fünf Jahren nach Wehrpflichtende ein Antrag gestellt werden.