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Disziplinarstrafe und Disziplinarrecht

Ein System wie das Militär funktioniert auf Befehlen und Gehorchen. Wer nicht gehorcht, wird bestraft. Wichtigstes Instrument dazu ist die Disziplinarstrafordnung. Genau gleich wie beim Militärstrafrecht unterstehen ihr alle Armeeangehörigen, darunter auch die Berufsmilitärs, während des Militärdienstes.
Wer z.B. den Dienstbetrieb stört indem er Unfug begeht, kann disziplinarisch bestraft werden. Auch leichte Fälle von Strafdelikten werden nicht strafrechtlich, sondern übers Disziplinarrecht behandelt. Dazu gehört auch der Besitz geringfügiger Mengen von Betäubungsmitteln (z.B bis 10 gr. Cannabis).

Disziplinarstrafen sind:

Verweis
Ausgangssperre
Busse bis 1000 Franken
Arrest bis zu 10 Tage

Für die Ahndung vonDisziplinarvergehen im Dienst ist der Einheitskommandant zuständig. Gegen seinen Entscheid kann innert 24 Stunden nach Eröffnung schriftlich Beschwerde (auch ohne Begründung) erhoben werden. Sie hat aufschiebende Wirkung auf die Strafe und ist in jedem Fall kostenlos. Ein Weiterzug mit wiederum aufschiebender Wirkung ist innert 3 Tagen möglich bei Arrest oder Bussen ab 300 Franken. Diese sogenannte Disziplinargerichtsbeschwerde wird vom Ausschuss des Militärappellationsgerichtes behandelt. Die Kosten von mehreren  hundert Franken muss der Beschwerdeführer selber tragen, wenn er verliert.

 

Mehr dazu in: FAQ